Kinder an die Macht

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Was wäre, wenn die Bun­destagswahl nicht von 61,5 Mil­lio­nen Erwach­se­nen entsch­ieden würde, son­dern auss­chließlich von Kindern und Jugendlichen? Wäre dann ein YouTube-Star Bun­deskan­z­lerin und die Partei zur Abschaf­fung von Hausauf­gaben hätte die Mehrheit? Knapp vor der Yolo-Partei?

Um diese Fra­gen zu beant­worten, braucht man gar nicht viel Fan­tasie. Denn bei der inof­fiziellen Bun­destagswahl „U18“ haben let­zten Fre­itag alle unter 18-Jähri­gen, die mit­machen woll­ten, ihre Stimme abgegeben. Und das waren immer­hin 215.000.

Viele Schüler sind also gar nicht so unin­ter­essiert an Poli­tik, wie immer behauptet wird! Im Gegen­teil: An den Schulen, die mit­gemacht haben, wur­den die Wahl­pro­gramme der Parteien vorher genau studiert und es fan­den poli­tis­che Diskus­sio­nen statt. Erst dann wur­den die Kreuzchen gemacht. Das Ergeb­nis kann man auf www.u18.org sehen: Es zeigt ein­er­seits, dass Jugendliche zum Teil anders wählen wür­den als Erwach­sene, aber auch, dass sie weniger extrem wählen wür­den.

Ich finde es super, wenn man als junger Men­sch schon ein richtiges Inter­esse an Poli­tik hat. Denn ruck­zuck ist man erwach­sen. Dann zählt die eigene Stimme wirk­lich bei der näch­sten Wahl. Und dann wer­den beson­ders die jun­gen Stim­men gebraucht! Denn jet­zt kommt’s: Weil es in Deutsch­land immer mehr ältere aber immer weniger jün­gere Men­schen gibt, haben die 18 bis 21-jähri­gen bei der Bun­destagswahl einen Anteil von nur 3,6 Prozent. Zum Ver­gle­ich: Die über 60-jähri­gen haben dage­gen einen Anteil von rund 36 Prozent. Zehn­mal so viel! Das heißt: Was junge Wäh­ler wollen, fällt viel weniger ins Gewicht. Obwohl sie noch so viel Zukun­ft vor sich haben. Obwohl sie mor­gen in der Welt zurechtkom­men müssen, für die heute die Weichen gestellt wer­den.

Die junge Gen­er­a­tion kann also gar nicht früh genug damit anfan­gen, sich für ihre Inter­essen stark zu machen. Und wer glaubt, dass sich diese Inter­essen nur um Self­ies, Likes und Par­ties drehen, der unter­schätzt die Jugendlichen von heute (glück­licher­weise) drama­tisch.

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